Brasilien: Wasserfälle zum zweiten

Nach unserem Stopp in Ciudad del Este ging es weiter nach Brasilien. Genauer gesagt nach Foz de Iguazu. Der Ort ist der Ausgangspunkt für den Besuch des Igazu-Wasserfalles auf der brasilianischen Seite. Der Busbahnhof war ziemlich ausserhalb des Stadtzentrums und somit stand uns ein längerer Fussmarsch bevor. Wir wollten ein Hostel in der Nähe des Zentrums und desshalb interessierten uns die einzelnen Hostels/Hotels welche wir auf unserem Weg sahen nicht wirklich. Auf unserem Marsch in der Hitze durch Foz de Iguazu liefen wir an der Post vorbei. Unsere Rucksäcke hatten schon wieder einige Souvenirs aufnehmen müssen und für die Winterkleidung war es definitiv Zeit um nach Hause zu gehen. Wir nutzten also den Zufall und schickten wieder mal ein Packet nach Hause. Mit grosser Wahrscheinlich wird dies auch das letzte auf unserer Reise sein. Die superduper Schlafsäcke aus Nepal fanden „zufälligerweise“ den Weg in den Mülleimer. Die beiden waren definitiv für nichts mehr zu gebrauchen. Mit gefühlten 20 kg weniger Gepäck auf dem Rücken suchten wir weiter nach einer Unterkunft für die kommenden Tage. Seit ewigen Zeiten hatten wir wieder mal ein Hostel mit einem Swimmingpool. Dieser war zwar extrem klein aber man nimmt was man kriegen kann ;-). Das Dorm war auch nicht gerade berauschend aber es erfüllte den Zweck.
Wir fuhren am nächsten Tag mit dem localen Bus zum Eingang des Parkes. Wir waren gespannt ob uns dieses mal wieder solche Massen erwarten würden wie bei unserem ersten Versuch. Und siehe da: Es war fast tote Hose. Wir konnten also ganz gemütlich unsere Tickets kaufen und mit dem Bus zu den Wasserfällen fahren. Auch hier hätte man wieder die Möglichkeit gehabt Zusatztouren zu buchen. Aber auch hier entschieden wir uns dagegen, denn wir wollten ja eigentlich nur die Wasserfälle aus einem anderen Blickwinkel sehen als von der argentinischen Seite aus. Es gab einen längeren Weg, den man ablaufen konnte. Es waren nur etwa 20 Minuten welche man laufen musste. Die Sicht auf die Wasserfälle war extrem Eindrücklich. Man konnte wirklich die immensen Ausmasse des ganzen Gebietes sehen. Es war zwar nicht so imposant wie die argentinische Seite aber trotzdem eine Reise wert. Mir hat diese Seite irgendwie besser gefallen, Joanna Herz schlug eher für die argentinische Seite. Ich war ja eigentlich auch die treibende Kraft um die Fälle auch noch von der brasilianischen Seite aus zu sehen ;-). Die brasilianische Seite war viel kleiner und man hatte nicht so viele Möglichkeiten um sich die Zeit zu vertreiben, sofern man keine Touren besuchen wollte. Nach gut 3 Stunden verliessen wir den Park und besuchten den nahgelegenen Vogelpark. Wir hatten sogar die Möglichkeit in ein Gehege mit lauter Ara-Papageien zu gehen und diese wunderschönen Tiere zu beobachten. Diese hatten absolut keine Angst vor uns und flogen manchmal nur wenige Zentimeter über unsere Köpfe hinweg. Als wir dann wieder in Foz de Iguazu waren organisierten wir die Tickets für unsere Weiterreise. Wir überlegten lange ob wir die Strapazen auf uns nehmen sollen um mit dem Bus nach Rio zu fahren. Da ich meinen zweiten Ausflug zu den Wasserfällen hatte, waren wir der Meinung, dass auch der Wunsch von Joanna nicht unerfüllt bleiben soll und somit kauften wir die Tickets und waren gespannt was Rio alles zu bieten hat. Am nächsten Morgen ging es also los in Richtung Rio de Janeiro. Ausnahmsweise hatten wir aber ziemlich Stress. Wir waren etwas zu spät aus unserem Hostel und dachten, die Stadtbusse würden öfters Richtung Busbahnhof fahren. Dies war leider nicht so. Schlussendlich hatten wir Glück, dass wir noch ein Taxi fanden welches uns noch rechtzeitig zum Bahnhof brachte. Ich hatte Joanna vorher noch nie so oft auf die Uhr schauen sehen wie in diesem Taxi. Normalerweise ist sie da ganz relaxt in Sachen Timemanagment und ich bin eher der der „hyperfentiliert“. Aber wir erwischten den Bus und wie es so in Südamerika ist, fuhr der Bus nicht pünktlich ab, da noch gefühlte „Tonnen“ von Gepäck eingeladen werden musste.

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