Paraguay: Kurzer Abstecher

Unser nächster Stopp sollte uns nach Ciudad del Este in Paraguay führen. Wir wussten nicht viel über den Ort, aber er sei bekannt für günstige Elektroartikel und einer der grössten Staudämme Südamerikas. Also fuhren wir mit dem Bus die kurze Strecke nach Ciudad del Este. Als wir aber dann am Busbahnhof ankamen und wir revue passieren liessen was wir auf der Fahrt von dem Ort gesehen haben entschieden wir uns spontan direkt in den nächsten Bus zu steigen und weiter nach Asuncion, die Hauptstadt von Paraguay, zu fahren. Die Entscheidung haben wir nicht bereut und wir wären gerne länger in Paraguay geblieben. Wir merkten schnell, dass Paraguay nicht wirklich von Touristen übersäht ist. Die ganze Infrastruktur steckt noch in den Kinderschuhen und die Leute waren auch alle sehr neugierig. In ganz Asuncion gab es 2 Hostels, welche auch den Namen Hostel verdienen würden. Somit verbrachten wir 2 entspannte Tage in der Haupstadt Paraguays. Kurz nach unserer Ankunft schauten wir uns verwundert an, da wir irgendwie niemand auf der Strasse verstanden. Wir fragten bei einer jungen Dame nach ob sie den nicht spanisch sprechen. Sie meinte doch doch, aber ihre Hauptsprache sei Guarani. Somit haben wir auch das Sprachenrätsel gelöst ;-). Wir schlenderten durch die Stadt und spazierten der Promenade entlang. Seit langem waren wir wieder mal auswärts essen und wir gönnten uns einen Besuch in der amerikanischen „Fridays“-Kette. Das Essen war super aber das Restaurant war mehr ein Kühlschrank als etwas anderes. Allgemein waren alle Restaurants und Cafés extrem runtergekühlt worden. Wir wären also froh gewesen wenn wir eine Jacke dabei gehabt hätten ;-). Zurück ging es dann wieder nach Ciudad del Este. Wir sagten uns, dass wir der Stadt nochmals eine Chance geben, wenn wir schon mal hier sind. Wir fuhren also zurück und genossen die an uns vorbeiziehende Landschaft. Für uns kommt eine Rückkehr nach Paraguay irgendwann mal definitiv in Frage. Das gesehene hat uns „überzeugt“. Zurück in der Grenzstadt. Wir fanden in der Nähe des Busbahnhofes eine Unterkunft für die nächsten 2 Nächte. Da wir unsere kleine Kamera irgendwo beim Cerro Torre (Argentinien) verloren haben erhofften wir uns ein Schnäppchen in einem der unzähligen Einkaufszentren wo man nur Elektroartikel kaufen konnte. Zum Glück recherchierten wir zuvor noch ein bisschen im Internet. Es stellt sich nämlich schnell heraus, dass die Preise für Europäer überhaupt nicht günstiger sind. Die Modelle waren eigentlich alle teurer als bei uns und meistens auch noch in einer älteren Version. Es machte also keinen Sinn da eine neue Kamera zu kaufen. Die ganze Stadt hat eigentlich überhaupt nichts zu bieten. Am Tag wimmelt es nur so von Leuten, vor allem Brasilianer kommen in die Stadt um sich mit Elektroartikel einzudecken. Wir gehen davon aus, dass diese Stadt nur aufgrund der Preisunterschiede zwischen Brasilien und Paraguay „existiert“. Punkt 16:00 ist Schicht im Schacht und alle Geschäfte schliessen. Und wenn wir schreiben alle ist das nicht übertrieben. Sogar die McDonaldsfilialen schliessen Punkt 16:00. Wir hatten also gar keine andere Wahl um zurück zu unserem Hotel zu gehen.
Am zweiten Tag fuhren wir mit dem lokalen Bus zum Staudamm Itaipu. Wir wussten nicht genau wo wir aussteigen mussten und somit fragten wir einfach den Buschauffeur. Wie in ganz Paraguay waren die Leute sehr hilfsbereit und somit war es eigentlich unmöglich die Haltestelle zu verpassen. Die Besichtigungstour ist kurz und schmerzlos. Es war nichts Spektakuläres und da der Ablauf komplett geschlossen war sah man eigentlich nur eine riesige Mauer und sonst nix. Aber es war trotzdem ein netter Ausflug und aus irgendeinem Grund machten wir ja den Stopp in Ciudad del Este ;-). Wir verbrachten leider nur wenige Tage in Paraguay, aber es fühlte sich sehr authentisch an und ist auf jeden Fall wieder mal eine Reise wert. Nächster Halt: FOZ DE IGUAZU!?

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